Service-Navigation

Suchfunktion

13. Juli 2022 - Volounteering

Neuverpflichtungen



Die Einrichtung Freiburg freut sich über Zuwachs in den Ehrenamtsteams! Am 23.06.22 wurden im Bezirksverein Freiburg nach einer knapp sechswöchigen Schulung 15 neue Ehrenamtliche feierlich verpflichtet. Auch Herr Petersen, Richter am Amtsgericht Freiburg, bedankte sich für ihr Engagement und betonte, wie wertvoll ihr Beitrag zur Resozialisierung und damit auch zum Opferschutz in der Gesellschaft ist.

Sie interessieren sich für unser spannendes Ehrenamt? Hier erfahren Sie mehr.


07. Juli 2022 - Insights

Führungskräfte


Wir gehen voran - 64% unserer Führungskräfte sind weiblich.

Landesweit beschäftigen wir 483 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund 75% unserer Belegschaft ist weiblich und von 44 Führungskräften in der BGBW sind 28 Frauen, einige von ihnen haben uns Interviews zu ihrem Werdegang in der BGBW gegeben. Lesen Sie doch mal rein: Interview



24. Juni 2022

Zahlen und Fakten


Im Jahr 2021 haben wir 205.192 Beratungsgespräche in der Bewährungshilfe durchgeführt. Bei 17.303 Klientinnen und Klienten waren das jährlich durchschnittlich 11,9 Beratungsgespräche pro Klient bzw. Klientin in der Bewährungshilfe. Trotz der Schwierigkeiten, die sich durch die Kontaktbeschränkungen, die aufgrund der Corona-Pandemie erlassen wurden, haben unsere Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer den Kontakt zu den ihnen unterstellten Straffälligen nicht verloren und haben neue Wege in der Kommunikation beschritten. Neben den persönlichen Terminen in unseren Dienststellen, haben wir mit den Klientinnen und Klienten auch digitale Meetings abgehalten.

Mehr zu uns und unserer Arbeit finden Sie hier.


27. April 2022 - Konferenz

Übergangsmanagement



Justizvollzug und Bewährungshilfe auf einem gemeinsamen Weg

"Nach zwei Jahren im Online-Format konnten sich am 27.04.2022 Kolleginnen und Kollegen der BGBW und des Justizvollzugs wieder in Präsenz zu der Frage austauschen, wie der Übergang von Haft in die Freiheit noch besser gestaltet werden kann.

  • Wo spielt Corona im Alltag noch eine Rolle und wie wurden die letzten zwei Jahre erlebt?
  • Welche Rolle spielt die Digitalisierung beim Thema Haftentlassung?
  • Kernthema der Konferenz war die Optimierung des Informationsaustausches mit dem Ziel, das sogenannte "Entlassungs-Loch" zu vermeiden, also die kritische Phase direkt nach Haftentlassung.

Ein großer und gelungener Schritt in Richtung engere Zusammenarbeit war die Schaffung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, in der Kolleginnen und Kollegen vom Sozialdienst im Vollzug und der BGBW Wege erarbeiten konnten, diese Entlass-Lücke weiter zu schließen.

Zeitnah werden diese Möglichkeiten im Rahmen von Pilotprojekten in verschiedenen Justizvollzugsanstalten und Einrichtungen der BGBW auf Praxistauglichkeit getestet und im Austausch mit den Fachkräften vor Ort weiter optimiert.

Wir bedanken uns für das Engagement aller Beteiligten und den lebendigen und konstruktiven Austausch."

-Julia Audick, Zentralbereich Sozialarbeit

Mehr zu uns und unserer Arbeit finden Sie hier.


10. Juni 2022 - Insights

Fluktuationsrate


Wir bleiben uns treu: unsere Fluktuationsrate liegt derzeit bei 2,3 %.

#wirsindBGBW:

+ Onbording für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

+ Personalentwicklung z.B. Fortbildungsprogramm

+ Flexible Arbeitszeiten
   (Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege ist uns besonders wichtig)

+ voll ausgestattete Arbeitsplätze (z.B. Laptop, Diensthandy)

+ diverse Kommunikationskanäle intern / extern

+ Für- und Vorsorge (betriebliche Altersversorgung)

+ Gesundheitsmanagement
   (z.B. jährlich augenärztliche Untersuchung, Betriebssport, Obstkorb etc.)

Mehr zu uns und unserer Arbeit finden Sie hier.


03. Juni 2022 - Insights

Vollzeit - Teilzeit in der BGBW



Eine gelungene Work-Life-Balance setzt die Berücksichtigung aller Lebensbereiche voraus. Die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben ist uns sehr wichtig. Gerade in den Hochphasen der Corona-Pandemie war es uns ein großes Anliegen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen und zu entlasten. Dazu zählt auch die Möglichkeit der Teilzeitarbeit. So bekommen wir Familie und Beruf unter einen Hut: 46 % unserer Beschäftigten arbeiten in Teilzeit.


27. Mai 2022 - Insights

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BGBW


Ganz aktuelle Zahlen haben uns erreicht und wir sind stolz auf jeden unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darum an dieser Stelle:

Vielen Dank für Ihr Engagement - für Menschen am Rande der Gesellschaft!

In unseren Dienststellen in ganz Baden-Württemberg arbeiten 475 hauptamtliche Bewährungs- und Gerichtshelferinnen und -helfer sowie Mediatorinnen und Mediatoren in Strafsachen mit straffällig gewordenen Menschen. In diesem Kontext engagieren sich auch 535 ehrenamtliche Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer und leisten somit einen wertvollen Beitrag zur (Wieder-) Eingliederung in unsere Gesellschaft.

Alles zu unserer Arbeit findet ihr hier auf dieser Website: Mehr


23. Mai 2022 - Veranstaltung

Arbeitskreis Sucht


Vernetzung ist ALLES!
#gemeinsamfürdieresozialisierung

Am 19.05 fand eine Veranstaltung des "Mannheimers Arbeitskreises Sucht" statt.
Unsere Kolleginnen und Kollegen der Einrichtung Mannheim waren mit dabei und konnten sich hier auf dem Marktplatz der Stadt Mannheim am Stand der Selbsthilfegruppe (SHG) beteiligen.

"Wir konnten unsere Akteure des Kommunalen Netzwerks Mannheim persönlich treffen, uns rege austauschen und für drei Besuchergruppen des Veranstalters (Mitarbeitende aus anderen Suchthilfe-Einrichtungen und der Polizei sowie Studierende & Dozentinnen und Dozenten) eine Infoveranstaltung bieten. Intensiv waren auch unsere Gespräche mit vier Selbsthilfegruppen, den Suchtbeauftragten der Stadt Mannheim (Jugendamt + Gesundheitsamt), dem Haus Bethanien und dem Baden-Württembergischer Landesverband für Prävention und Rehabilitation (bwlv)."
Gregor Spitzmüller, Bewährungshelfer in Mannheim

Wir danken dem Veranstalter für die Organisation und unserer Kollegin Melanie Fischer, die unsere Teilnahme in Ihrer Funktion als Spezialistin für das Thema Sucht in der Einrichtung Mannheim ermöglicht hat.

Gemeinsam können wir mehr erreichen, Netzwerkarbeit ermöglicht unseren Klientinnen und Klienten eine ganzheitliche Betreuung und Unterstützung.


20. Mai 2022 - Zahlen und Fakten

Fortbildungsprogramm



Wir nehmen die fachliche Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ernst und freuen uns über jährlich 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserem internen Fortbildungsprogramm.

In diesem Jahr haben wir 45 Referentinnen und Referenten bei 38 Seminaren in den Kernbereichen der Sozialarbeit, der Verwaltung und der Arbeitssicherheit im Einsatz.

Die BGBW als Arbeitgeber? Lesen Sie mehr.


11. April 2022- Resozialisierungshelfer auf vier Pfoten

Resozialisierungshelfer auf vier Pfoten




„Der Mensch scheint instinktiv den Kontakt zu einem Lebewesen zu suchen, welches alleine durch sein Dasein auf ihn beruhigend, versöhnlich wirkt.“ (Otterstedt 2001, S. 17)

Unser Kolleginnen Sina Walter und Stephanie Ginter haben das Projekt „Resozialisierungshelfer auf vier Pfoten“ ins Leben gerufen und möchten damit eine neue Methode im Arbeitsfeld der Bewährungshilfe etablieren. Bei ihrem Projekt geht es darum, durch den Einsatz eines Hundes die pro-sozialen Fähigkeiten und Ressourcen der Klientinnen und Klienten zu fördern. Durch gezielte Übungen mit dem Hund sollen die Klientinnen und Klienten angeregt werden ihre Verhaltensweisen zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Neue Sichtweisen können entstehen und sukzessive in den eigenen Alltag integriert werden, mit dem Ziel weitere Perspektiven für eine erfolgreiche Resozialisierung zu erarbeiten.

Für eine professionelle und qualifizierte Umsetzung unseres Projekts erweitern wir unser Wissen durch die Teilnahme an Fortbildungen, Fachtagungen und Arbeitskreisen. Parallel hierzu besucht Sina Walter eine zweijährige Weiterbildung zur Fachkraft Tiergestützte Intervention.

In Kürze gibt es noch mehr Einblicke ins Projekt und auch weiterführende Informationen auf unserer Website dazu!






05. April 2022 - Klienten-Interview

Klienten-Befragung


Am 23.03.2022 fand ein Gruppeninterview mit sieben Klienten der BGBW statt.
Unter der Leitung von Fabienne Ramallal, Katharina Heitz und Severine Hausmann wurden unsere Klienten zu ihren Erfahrungen in der Bewährungshilfe befragt. Der Austausch war rege und es wurde deutlich, dass Resozialisierung nur gelingen kann, wenn das Zusammenspiel zwischen den Betroffenen, den Kooperationspartnern, der Bewährungshilfe und der Gesellschaft funktioniert. „Es ist sehr schwierig, Arbeit zu finden, wenn man mal im Knast war.“ war die Aussage eines Klienten sowie der Apell „Bleibt bitte menschlich, auch uns Straffälligen gegenüber“.

Das oft mangelnde Angebot an Therapieplätzen wurde als Schwierigkeit deutlich und der Wunsch und Bedarf nach Austausch unter den Betroffenen: „Ich habe hier keine Familie und niemanden, meine Bewährungshelferin hört mir zu und unterstützt mich!“. „Diese Gesprächsrunde hat mir jetzt richtig gut getan“ war das Fazit eines Klienten, dem alle Teilnehmer zustimmen konnten.

Das Interview war für uns sehr wichtig, um unserem Anspruch - unsere Kernleistungen für unsere Klientinnen und Klienten täglich zu verbessen – zu entsprechen. Einmal mehr hat es uns gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns täglich für die Resozialisierung straffällig gewordener Menschen einsetzen. Die Befragung fand im Rahmen unser Zukunftsplanung BGBW´25 statt. Hier wird es in den nächsten Monaten Workshops mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, externen Partnern wie Richterinnen und Richten, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten, der freien Straffälligenhilfe und Vertreterinnen und Vertretern des Justizministeriums geben.

Künftig sollen die Klientinnen und Klienten regelmäßig befragt werden.


22. März 2022 - Runder Tisch

Häusliche Gewalt


Unser Kollegin Nina Heller ist ein Teil des interdisziplinären Teams des "runden Tisches häusliche Gewalt" im Landkreis Ludwigsburg. Mehr zu dieser wichtigen Arbeit für den Opferschutz erfahrt ihr im Video von Scala TV.

Zum Video


Sie sind von Häuslicher Gewalt betroffen oder haben einen anderen Krisenfall?
Wir stellen eine Übersicht zu Hilfsangeboten in Notfall- und Krisensituationen zu Verfügung.
Schnell. Unkompliziert. Anonym.

Zur Übersicht


18. März 2022 - Schwerbehindertenanteil der Bestäftigten

Schwerbehindertenquote in 2021


Die BGBW übertrifft 2021 erneut die vorgeschriebene Schwerbehindertenquote mit einem Anteil von 5,83 % der Beschäftigten deutlich.

Private und öffentlichrechtliche Arbeitgeber, die über 20 Arbeitsplätze verfügen, haben auf mindestens 5 % der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen (§ 154 Absatz 1 SGB IX). Ansonsten ist eine Ausgleichszahlung zu leisten.

Uns ist es ein großes Anliegen die Quote jährlich zu erfüllen und schwerbehinderte Menschen im Bewerbungsprozess besonders zu berücksichtigen.


08. März 2022 - Internationaler Frauentag

Wie viele Frauen arbeiten der BGBW?



Wir freuen uns, dass wir 371 Mitarbeiterinnen bei der BGBW beschäftigen können, die sich jeden Tag für die Resozialisierung straffälliger Menschen einsetzen. Wir wünschen einen schönen "Internationalen Frauentag". Uns liegt am Herzen, dass jeder Mensch willkommen ist, ganz unabhängig von seinen Voraussetzungen.

Stand 07.03.2022 beschäftigen wir insgesamt 496 Hauptamtliche, davon sind 371 Frauen und 125 Männer.


04. März 2022 - Aus der Praxis 

Ich arbeite mit StraftäterInnen am Weg zurück



Was treibt eine junge Frau an, ihren Berufsalltag Täterinnen und Tätern zu widmen und was bedeutet dies für die Opfer und unsere Gesellschaft?

All das erfahrt ihr im Blogbeitrag zum Interview mit unserer Kollegin.
Wir danken „Stadt Land Mama“ für das Interesse an unserer Arbeit und die Veröffentlichung!


zum Blogbeitrag


28.Februar 2022 - INSIGHTS

Blick nach vorn!


Blick nach vorn!

Sophia ist ehrenamtliche Bewährungshelferin bei der BGBW und ist in der Einrichtung Stuttgart tätig. Resozialisierung verstehen wir als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und das ehrenamtliche Engagement ist hierbei ein wichtiger Pfeiler. An einem sonnigen Tag haben wir dieses schöne Foto von Sophia und ihrem Klienten in der Einrichtung Stuttgart gemacht, sie blicken gemeinsam nach vorne.
Wenn die Klientinnen und Klienten ihre Vergangenheit aufarbeiten und Verantwortung übernehmen, kann der Blick nach vorne in eine straffreie Zukunft gelingen. Sophia hilft ihren Klientinnen und Klienten dabei, neue Ziele und Handlungsalternativen zu erarbeiten und umzusetzen. Sie unterstützt, motiviert und gibt Hoffnung und Zuversicht.


Danke Sophia für Dein Engagement!



Mehr zu ehrenamtliche Bewährungshilfe

04.Februar 2022 - PODCAST

"Manche Täter sind auch Opfer"


Der Podcast, erschienen am 01.01.2022 beim MDR AKTUELL zum Thema Bewährungshilfe: "Manche Täter sind auch Opfer" bietet einen spannenden Einblick in die Arbeit unserer Kollegin Annika.


Als Bewährungshelferin arbeitet Annika mit Menschen, die teils schwere Verbrechen begangen haben. Dabei stecken hinter den Straftaten nicht selten tragische Lebensgeschichten.



Hier geht es zum Podcast


14.Januar 2022 - Crimefact

Zahlen und Opferbeichte



2020 wurden von unseren Gerichtshelferinnen und Gerichtshelfer 825 Opferberichte erstellt.
Die Rechte der Opfer zu stärken und durch die Arbeit mit Täterinnen und Täter neue Opfer zu verhindern – das treibt uns an!


Opferberichte können dazu dienen, den Gerichten und Staatsanwaltschaften einen umfassenden Überblick über die Folgen der Taten für das Opfer darzulegen.
Die Gespräche mit den Geschädigten finden in einem vertrauensvollen Setting statt und bieten Raum für die Fragen und Anliegen der Opfer.


Mehr zu unserer Arbeit


07. Januar 2022 - Insights

Betreute Personen


Ein Rückblick ins Jahr 2020 in dem wir rund 31.101 Personen in unseren Leistungsbereichen betreut und begleitet haben.


Bewährungshilfe:         23.824
Gerichthilfe:                 5.111
Täter-Opfer-Ausgleich:    3.166

Mehr zu unserer Arbeit


31. Dezember 2021 - Insights

5 Jahre Jubiläum


Das Jahr neigt sich dem Ende zu.
Wir starten morgen in unser Jubiläumsjahr – 5 Jahre BGBW!


Gesamt haben wir seit 2017 rd. 126.297 Klientinnen und Klienten mit unseren Dienstleistungen betreut bzw. beraten.
Gemeinsam für die Resozialisierung!
Wir wünschen einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2022!

Mehr zu unserer Arbeit


24. Dezember 2021 - Insights

Arbeitsverhältnisse


Im Jahr 2021 haben 39 Personen die BGBW als neuen Arbeitgeber gewählt.
Wir freuen uns sehr, dass sich Menschen dazu entschließen, sich täglich für unsere Klientinnen und Klienten und unsere Gesellschaft einzusetzen.
Wir wünschen Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Mehr zu unserer Arbeit


17. Dezember 2021 - Crimefact

Alter und Straffälligkeit


Ist steigendes Alter ein schützender Faktor gegen Straffälligkeit?

Die Zahlen zeigen: 2021 waren 315 unserer Klientinnen und Klienten über 65 Jahre alt. Die Altersgruppe von 26 bis 31 Jahre war mit 2944 Personen vertreten. Alter schützt vor Straffälligkeit also nicht. Dennoch sinkt der Anteil Straffälliger mit steigendem Alter signifikant. Somit hat alt werden doch auch etwas Gutes!

Mehr zu unserer Arbeit


10. Dezember 2021 - Crimefact

Zahlen und Fakten


Die Pandemie hat unser Leben stark verändert. Unsere Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer arbeiten unter erschwerten Bedingungen (Hygieneregeln, Organisationsaufwand, Hilfenetzwerk eingeschränkt, psychische Belastungen der Klientinnen und Klienten…). Unsere Klientinnen und Klienten sind ebenfalls mehr belastet und die oft schon sehr angespannte Lebenssituation hat sich zusätzlich verschärft.

Doch in einer Deliktgruppe hat die Pandemie auch positive Auswirkungen.
Die Zahl der unterstellten Klientinnen und Klienten, die wegen eines Eigentumsdelikts (Einbruch/ Diebstahl) uns unterstellt sind, ist (wohl auch aufgrund von Homeoffice) von 2998 in 2016 auf 1599 im Jahr 2021 gesunken.

So hat das "Stay home" manchmal auch etwas Gutes!

Mehr zur Bewährungshilfe


03. Dezember 2021 - Tag des Ehrenamts

Zahlen zum Ehrenamt


Am kommenden Sonntag feiern wir den Internationalen Tag des Ehrenamts.
Die ehrenamtliche Bewährungshilfe ist ein wichtiger Pfeiler, damit Resozialisierung gelingen kann.

Wir bedanken uns bei unseren 572 ehrenamtlichen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfern für Ihr außerordentliches Engagement!

Unser Dank geht auch an unsere hauptamtlichen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer, die sich für die Akquise von neuen Ehrenamtlichen engagieren, die Ehrenamtsteams unterstützen, begleiten und geeignete Fälle für die Ehrenamtlichen auswählen und an sie übergeben.
Gemeinsam für die Resozialisierung und eine sichere Gesellschaft!

Wir wünschen Allen ein schönes Wochenende und einen schönen Tag des Ehrenamts!

Ehrenamt in der Bewährungshilfe


29. November 2021 - Ehrenamt

Ehrenamtliche Bewährungshilfe


Ehrenamtliches Engagement ist wichtig damit Resozialiserung gelingen kann. Das Video zum Ehrenamt vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat  gibt einen guten Einblick in die Zusammenarbeit von unserem ehrenamtlichen Bewährungshelfer Norbert mit seinem Klienten und seinem hauptamtlichen Teamleiter. Vielen Dank an das Bundesministerium für das tolle Video und die Akteure! Haben Sie auch Interesse an einem verantwortungsvollen Ehrenamt? Dann melden Sie sich bei uns!

Ehrenamt in der Bewährungshilfe


19. November 2021 - Zahlen und Fakten

Wohnverhältnisse


Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist sehr schwierig. Für eine gelingende Resozialisierung aber ein ausschlaggebender Punkt.
Im März 2021 hatten 1711 Klientinnen und Klienten (von 5276, die uns im ersten Quartal 2021 zugegangen sind) einen unbefristeten Mietvertrag. 3565 Klientinnen und Klienten lebten in prekären Wohnverhältnissen (nicht längerfristig gesicherter Mietvertrag, bei Verwandten, wechselnde Schlafstellen…).
21 Klientinnen und Klienten lebten sogar auf der Straße ohne Wohnsitz.
Damit Resozialisierung gelingen kann, ist es wichtig, dass wir uns für bezahlbaren Wohnraum einsetzen und wir Menschen eine zweite Chance geben.
Bei Wohnungsbesichtigungen mit hunderten von Interessierten haben unsere Klientinnen und Klienten oft keine Chance.

Im März 2021 lebten 3565 Klientinnen und Klienten in prekären Wohnverhältnissen (von 5276, die uns im ersten Quartal 2021 zugegangen sind).


12. November 2021 - Zahlen und Fakten

Arbeitsverhältnisse


Gerade während der Pandemie haben viele unserer Klientinnen und Klienten ihre Arbeitsstelle verloren. Doch auch ohne Pandemie gestaltet sich die Arbeitssuche oft schwer. Wie erklärt man Lücken im Lebenslauf? Wie die Einträge im Führungszeugnis?

Von den 5.764 im Jahr 2020 zugegangen unterstellten Personen hatten per 31.03.2021 1.063 (18,4%) einen unbefristeten Vollzeitjob, bei 453 (7,9%) ist die Vollzeitbeschäftigung befristet. 197 (3,4%) Personen gehen einer Teilzeitbeschäftigung nach. In betrieblicher oder schulischer Ausbildung befinden sich 521 (9,0%) Personen. 3.077 (53,4%) waren beschäftigungslos oder befanden sich in einer Maßnahme der Arbeitsförderung.

Es ist wichtig, dass unsere Klientinnen und Klienten die Chance auf ein Praktikum, eine Ausbildung oder eine Beschäftigungsmaßnahme erhalten können.
Wir arbeiten in enger Kooperation mit den Agenturen für Arbeit, den Jobcentern und Bildungsträgern zusammen. Nur wenn wir Menschen neue Chancen geben, können wir gemeinsam eine straffreie Zukunft für alle gestalten.


11. November 2021 - THE CHÄNCE

Wir machen Chancen


Es gibt immer eine Chance auf Veränderung - wir unterstützen!
Gemeinsam auf dem Weg in ein straffreies Leben! Bewährungshilfe, Gerichtshilfe und Täter-Opfer-Ausgleich in #TheLänd.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.


05. November 2021 - Resozialisierungsfonds

Verschuldete Klientinnen und Klienten


Am heutigen sogenannten "Fakten-Freitag" kommt hier ein neuer Fakt aus der BGBW:

Im Jahr 2020 haben wir 99 Schuldenregulierungen mit Klientinnen und Klienten im Rahmen der Dr. Traugott Bender Stiftung durchgeführt und somit einen wertvollen Beitrag zur Resozialisierung vormals Straffälliger geleistet. Dieses Ergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 25%.
Die Stiftung gewährt überschuldeten Straffälligen aus Baden-Württemberg zinslose Darlehen, um diesen einen wirtschaftlichen Neuanfang zu ermöglichen und damit einen Beitrag zu leisten Rückfallkriminalität zu verhindern.

Weiterführende Informationen zur Arbeit der Dr. Traugott Bender Stiftung.


29. Oktober 2021 - Crimefacts

Zahlen und Fakten


Heute liefern wir einen Fakt zum Thema Schuldunfähigkeit:

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg in ein straffreies Leben ist es, dass unsere Klientinnen und Klienten Verantwortung für Ihre Straftaten übernehmen und neue Wege beschreiten.
Bei 3,6% aller Unterstellungen im Rahmen der Straf- und Strafrestaussetzung sowie der Führungsaufsicht wurde eine verminderte Schuldfähigkeit oder eine Schuldunfähigkeit festgestellt.
Die verminderte Schuldfähigkeit ist im §21 Strafgesetzbuch und die Schuldunfähigkeit im §20 Strafgesetzbuch verankert. Sie kann nur durch ein psychiatrisches Gutachten festgestellt werden.

"Schuldunfähigkeit kann unter anderem wegen einer psychischen Erkrankung festgestellt werden, die bei der Tatbegehung derart gravierend war, dass das Unrecht des eigenen Handelns nicht mehr (vollständig) eingesehen werden konnte. Bei der BGBW gibt es ein Spezialistensystem, bei dem Mitarbeitende zu bestimmten Themen spezifisch fort- und weitergebildet werden, um als Multiplikatorin oder Multiplikator in der Einrichtung zu fungieren und Wissen weiter zu transportieren. Dies ist auch so für den Bereich „psychisch Kranke Klientinnen und Klienten“. Ein wichtiger Punkt in der Zusammenarbeit mit psychisch erkrankten Klientinnen und Klienten ist – wie grundsätzlich bei allen Unterstellungen – die Tataufarbeitung. Hier ist allerdings die Verantwortungsübernahme nicht in dem Umfang möglich, wie bei den schuldfähigen Klientinnen und Klienten. Daher steht v.a. die Motivation zur Aufrechterhaltung einer etwaigen Medikamenteneinnahme oder die Motivation zur Wahrnehmung von Therapiemaßnahmen im Vordergrund der Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang erfolgt auch eine enge Kooperation mit den forensischen Ambulanzen in Baden-Württemberg."

Katharina Heitz, Leiterin Zentralbereich Sozialarbeit


Rechtswissen zum Thema aus unserem Zentralbereich Recht, Leitung Lora Bender:

Nach § 19 StGB ist stets schuldunfähig und somit nicht strafbar, wer bei Begehung der Tat noch nicht 14 Jahre alt und somit nach dem Gesetz noch Kind und nicht schon Jugendlicher (vgl. § 1 II JGG) ist.
§ 20 StGB beschreibt Fälle, in denen die Schuldfähigkeit eines grundsätzlich Schuldfähigen, d.h. nicht unter § 19 StGB fallenden, nicht vorliegt. Hiernach handelt ohne Schuld, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.

Neben der Schuldunfähigkeit nach § 20 StGB gibt es auch die Möglichkeit, dass der Täter nach § 21 StGB lediglich vermindert schuldfähig ist. Dies ist dann der Fall, wenn die Fähigkeit des Täters das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, aus einem der in § 20 StGB bezeichneten Gründe bei Begehung der Tat erheblich vermindert ist.
Sowohl im Falle des § 19 StGB als auch der §§ 20, 21 StGB muss die Schuldunfähigkeit bzw. die verminderte Schuldfähigkeit „bei Begehung der Tat“ vorliegen.
Gemäß § 8 StGB ist eine Tat zu der Zeit begangen, zu welcher der Täter oder der Teilnehmer gehandelt hat oder im Falle des Unterlassens hätte handeln müssen. Nicht maßgeblich ist es, wann der Erfolg eintritt.

Rechtsfolge bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 21 StGB ist, anders als im Falle der §§ 19, 20 StGB, nicht die Schuldunfähigkeit des Handelnden und somit die Straffreiheit.
Vielmehr bleibt die Tat strafbar, es besteht aber die Möglichkeit der Strafmilderung gemäß § 49 I StGB.
Es besteht die Möglichkeit, abhängig davon, ob Schuldunfähigkeit oder verminderte Schuldfähigkeit tatsächlich vorliegt, Maßregeln der Besserung und Sicherung anzuordnen.
In Betracht kommen hier § 63 StGB (Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus), § 64 StGB (Unterbringung in einer Entziehungsanstalt), § 69 StGB (Entziehung der Fahrerlaubnis) und § 70 StGB (Anordnung des Berufsverbots).


20. Oktober 2021 - Bewährungshilfe

Aus der Praxis



Die CEP, die Confederation of European Probation, veröffentlicht Erfahrungsberichte von Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfern aus ganz Europa. Wir freuen uns darüber, dass der Beitrag unserer Kollegin Xenia Hermann in der Reihe „Day in life of a probation officer“ erscheinen kann. (https://www.cep-probation.org/day-in-a-life-of-probation-officer-katharina-heitz/)

Ist der Tag einer Bewährungshelferin/ eines Bewährungshelfers in Deutschland ähnlich dem einer/ eines in Rumänien tätigen? In der Reihe „Day in life of a probation officer" veröffentlichen wir Artikel, die von Bewährungshelfern aus verschiedenen Ländern in Europa geschrieben wurden, um zu sehen, ob ihre Tage ähnlich oder ganz unterschiedlich sind. Dieser Artikel wurde von Katharina Heitz, einer Bewährungshelferin aus Deutschland, verfasst.

Nach einigen Anhörungen vor Gericht fahre ich mit dem Zug ins Büro. Ahnungslos laufe ich den Schlosspark entlang. Mein Büro befindet sich im schönsten Teil der Stadt: dem Barockschloss. Auf halbem Weg dorthin, sitzt ein Klient auf einer Bank. Er blickt demonstrativ zu Boden. Als er mich sieht, rennt er auf mich zu und begrüßt mich mit den Worten: „Ich will zurück ins Gefängnis! Machen Sie etwas!" Ich lade ihn ein, mir ins Büro zu folgen.

Herr XY saß 5 Jahre im Gefängnis wegen eines verpfuschten Raubüberfalls. Es folgt nun eine 5-jährige Bewährungszeit. Im Gefängnis absolvierte er eine Lehre. Die Schulden, aufgrund derer er den Raubüberfall begangen hat, wurden nun mit Hilfe eines Fonds für straffällig gewordene Menschen saniert.

Er hat einen guten Job gefunden und seine Freizeit mit wechselnden Freundinnen verbracht. Das Leben war gut! Doch nun das: Die Bank teilte ihm mit, dass sie die Kündigungsbedingungen ändern wolle. Herr XY hat allerdings verstanden - oft negative Dinge im Leben erwartend -, dass, sein Konto gekündigt wurde. Also ging er hin und hob die gesamte Summe von 2.000 € ab. Das Geld steckte er in seine Gürteltasche. Auf dem Heimweg verlor er das Geld…

Die Aufgabe einer Bewährungshelferin oder eines Bewährungshelfers in Deutschland besteht darin, seine Klientinnen und Klienten möglichst von weiteren Straftaten abzuhalten. Wie dies bewerkstelligt werden kann, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Dabei spielen insbesondere die Vorgeschichte kriminellen Verhaltens, ein kriminogenes Umfeld sowie kriminogene Einstellungen eine zentrale Rolle.

Im Falle von Herrn XY ging es jedoch vor allem darum, mit Frustration und damit einhergehenden negativen Gefühlen umzugehen und Probleme sozialadäquat zu lösen. Also bot ich ihm an, mir Briefe zu bringen, die er nicht verstand, damit wir sie gemeinsam lesen und verstehen konnten. Er nahm das Angebot dankbar an und wollte doch nicht wieder ins Gefängnis.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Dabei spielen insbesondere die Vorgeschichte kriminellen Verhaltens, ein kriminogenes Umfeld sowie kriminogene Einstellungen eine zentrale Rolle«

Xenia Hermann, Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


13. Oktober 2021 - Bewährungshilfe

Aus der Praxis


Die CEP, die Confederation of European Probation, veröffentlicht Erfahrungsberichte von Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfern aus ganz Europa. Wir freuen uns darüber, dass der Beitrag unserer Kollegin Xenia Hermann in der Reihe „Day in life of a probation officer“ erscheinen kann. (https://www.cep-probation.org/day-in-a-life-of-probation-officer-xenia-hermann/)

Ist der Tag einer Bewährungshelferin/ eines Bewährungshelfers in Deutschland ähnlich dem einer/ eines in Rumänien tätigen? In der Reihe „Ein Tag im Leben eines Bewährungshelfers“ veröffentlichen wir Artikel, die von Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfern aus verschiedenen Ländern in Europa geschrieben wurden, um zu sehen, ob ihre Tage ähnlich oder ganz unterschiedlich sind. Dieser Artikel wurde von Xenia Hermann, einer Bewährungshelferin aus Rottweil, Deutschland, verfasst.

Mein Name ist Xenia Hermann und ich arbeite seit ungefähr 3 ½ Jahren als Bewährungshelferin. Dank der Tatsache, dass ich 30 Jahre alt und eine Frau bin, sehen die Reaktionen auf meinen Beruf in meinem sozialen Umfeld oft ähnlich aus. Lerne ich neue Leute kennen, haben die meisten von ihnen genau eine Frage und eine bestimmte Hypothese.

Die Hypothese lautet: „Dein Job muss unfassbar aufregend sein! Dir begegnen so viele
Menschen, da sind so viele Geschichten.“

Die Frage ist immer: „Hast du keine Angst?“

Lasst uns mit der Hypothese beginnen, welche für mich vollständig zutrifft. Sie zeigt sich schon allein in der Altersspanne der Menschen, mit denen ich arbeiten darf:
Die Strafmündigkeit beginnt in Deutschland mit 14 Jahren, somit sind meine jüngsten Klientinnen oder Klienten 14 Jahre alt – eine Altersgrenze nach oben hin gibt es nicht. Der älteste Klient, mit dem ich zusammengearbeitet habe, war 72 Jahre alt und auf Bewährung wegen räuberischen Diebstahls. Das Delikt klingt zunächst wilder, als es tatsächlich war – er stahl in einem Medienfachmarkt ein Telefonkabel (Wert: 10 Euro) und versuchte davonzulaufen, als er vom Ladendetektiv erwischt wurde.
Meine Klientinnen und Klienten sind überwiegend männlich, sie sind aber auch weiblich. Betrachte ich die Gesamtzahl der mir unterstellten Personen, würde ich schätzen, dass ungefähr 10% von ihnen Frauen sind. Ihre Bedarfe, Biografien und Gründe, straffällig zu werden, unterscheiden sich häufig von denen meiner männlichen Klienten, am Ende zählt jedoch immer die individuelle Geschichte jedes und jeder einzelnen.
Die Delikte, wegen derer Menschen zu Bewährungsstrafen verurteilt oder vorzeitig aus der Haft entlassen werden, reichen von kleineren Taten wie Diebstahl oder Erschleichen von Leistungen bis hin zu schweren Straftaten wie Sexualdelikten, gefährlicher Körperverletzung oder Mord. Zudem begegnen mir Drogendelikte in der Bewährungshilfe außergewöhnlich häufig.
Als in unserer Supervisionsgruppe die Frage „Was hilft dir, die Motivation in diesem Feld nicht zu verlieren?“ aufkam, antwortete eine ältere und erfahrenere Kollegin, dass sie es liebe, als Bewährungshelferin nie den Punkt zu erreichen, an dem sie alles wisse und auf alles eine Antwort habe. Man werde immer wieder aufs Neue herausgefordert zu lernen und gewohnte Perspektiven zu überdenken, auch und vor allem nach Jahrzehnten in diesem Berufsfeld. Ich glaube, ich teile ihre Sichtweise. Es wird immer Geschichten und Situationen geben, die sich ins Gedächtnis brennen.

Als ich meine Stelle als Bewährungshelferin antrat, war eine meiner ersten Klientinnen ein junges Mädchen mit einer Drogenproblematik. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, ordnete das zuständige Gericht monatliche Drogenscreenings an. Damals noch unwissend, wie die formellen Prozesse in unserem Bezirk abliefen, meldete ich sie recht blauäugig zu einem ersten Screening in der benachbarten Arztpraxis an. Ich war überrascht, als sie mich kurz darauf anrief: „Ich bin fertig mit dem Screening. Sind Sie gerade im Büro? Kann ich den Becher mit meinem Urin schnell vorbeibringen?“ Zu meinem Glück war eine Kollegin an diesem Tag im Büro nebenan und so konnte ich sie fragen, wie man die Übermittlung der Ergebnisse von Drogenscreenings normalerweise handhabte. So konnten wir gerade noch vermeiden, dass meine Klientin den Becher mit ihrem Urin bei mir im Büro vorbeibrachte und vor allem ging so die Ehre an mir vorbei, die Probe als Nachweis ans Gericht weiterzuleiten, dass sie die Weisungen ihrer Bewährung mehr als ernst nahm.

Das ist eine der lustigen Alltagsgeschichten. Da sind so viele mehr, die weitaus tragischer sind. Eine von ihnen ist die Geschichte eines jungen Mannes, der im Jahr 1986 geboren wurde. Ich übernahm seine Bewährungsbetreuung, nachdem sein ehemaliger Bewährungshelfer in den Ruhestand ging. Die Bewährung verlief alles andere als positiv, er hatte unzählige Drogenrückfälle und beging auf Grundlage seiner Abhängigkeit wiederholt neue Straftaten.
Schließlich verhängte das Gericht eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung, aus der er nach einem weiteren Jahr entlassen worden ist. Als er nach der einjährigen Inhaftierung zum ersten Gespräch zu mir kam, war er clean und voller Pläne und Ambitionen. Er wollte die mittlere Reife nachholen. Ich fragte ihn, in welchem Beruf er gerne arbeiten möchte, und als er darauf zunächst keine Antwort fand, fragte ich ihn, was er als Kind gerne gemacht hatte – ich glaube fest daran, dass man in den Aktivitäten, denen man als Kind gerne nachging, nicht selten die eigene Bestimmung oder zumindest einen ersten Anhaltspunkt findet, in welche Richtung es auch heute beruflich gehen könnte. Er liebte es, draußen zu arbeiten. Und er liebte die Arbeit mit Tieren (später stellte ich mir die Frage, ob der Grund dafür war, dass Tiere ihn nie so enttäuscht hatten wie die Menschen in seinem Umfeld).
Er ging. Nach diesem Gespräch war ich für zwei Wochen im Urlaub, es war der Sommer im Jahr 2020. Als ich zurückkehrte, rief mich ein Kollege aus dem ambulant betreuten Wohnen an. Er informierte mich, sichtlich gerührt, über den Tod meines Klienten. Als der junge Mann die lange erwartete Rückzahlung von der örtlichen Arbeitsagentur erhalten hatte, hatte er einen massiven Drogenrückfall erlitten und setzte sich eine Überdosis Heroin. Bis heute stelle ich mir die Frage, ob sein Tod ein Unfall war oder ein Suizid, weil er letztlich doch aufgegeben hatte. Er wurde in einem anonymen Grab in den Wäldern beigesetzt, seine Mutter organisierte seine Beerdigung ungewöhnlich schnell – weil sie in so großer Trauer war, sagte sie. Er hatte mir zuvor wiederholt erzählt, dass sie sich nie für ihn interessiert hatte, zumindest nicht, als er noch lebte. Mein Klient starb im Alter von 33 Jahren, einige Wochen vor seinem 34. Geburtstag. Das ist eine der tragischen Geschichten, an die ich mich stets erinnern werde.

Die zweite Frage, die mir Menschen immer stellen („Hast du keine Angst?“), ist für mich simpel zu beantworten:
Ich habe keine Angst, denn hätte ich welche, könnte ich meinen Job nicht machen. Zumindest nicht gut. Ich habe jedoch andere Fähigkeiten entwickelt und vertieft und ich glaube, dass die Menschen auch sie meinen, wenn sie die Angst-Frage stellen. Was ich bin, ist wachsam. Ich nehme nicht nur wahr, was Menschen sagen, sondern auch, was Gestik und Mimik mitteilen. Ich bin empfänglich dafür, wenn sich im Dialog die Stimmung verändert. Ich vergesse die Biografien und Hintergrundgeschichten meiner Klientinnen und Klienten nie. Es gibt Klientinnen bzw. Klienten, die lade ich nur zum Gespräch ein, wenn ich weiß, dass ich nicht allein im Büro bin. Denn am Ende muss man sich als Bewährungshelferin oder Bewährungshelfer immer bewusst sein, was unser Feld so besonders macht und warum. Beide – Klientin/ Klient und Bewährungshelferin/ Bewährungshelfer – agieren in einem Zwangskontext, was bedeutet, dass auch beide nicht mal eben aus diesem aussteigen können. Das bringt große Herausforderungen mit sich, aber auch positive Aspekte. Beziehungen zwischen Klientin oder Klient und Bewährungshelferin oder Bewährungshelfer sind professionelle Beziehungen, aber am Ende sind und bleiben auch sie Beziehungen – nicht selten die ersten, in denen meine Klientinnen und Klienten die Erfahrung machen dürfen, dass da jemand ist, der nicht einfach geht und sie aufgibt.

Alles in allem bedeutet Bewährungshilfe für mich immer wieder die Balance in einem Feld voller Ambivalenzen und Dualität zu finden. Manchmal macht das Spaß. Manchmal ist es tragisch. Am Ende des Tages glaube ich fest daran, dass es immer jemanden gibt, für den unsere Arbeit den entscheidenden Unterschied macht.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Es wird immer Geschichten oder Situationen geben,
die einem im Gedächtnis bleiben. 
«

Xenia Hermann, Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


11. Februar 2021 - Bewährungshilfe

Veränderungs-Ermutiger


Veränderung bedeutet einen Neuanfang zu wagen.
Dies ist teils auch anstrengend, so dass es sinnvoll ist, Veränderungen in kleinen
Schritten anzugehen, die bewältigbar erscheinen. Etappenerfolge sind dann kleine Highlights auf dem Weg zum letztendlichen Ziel, der Veränderung. Unsere haupt- und ehrenamtlichen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer erarbeiten gemeinsam mit unseren Klientinnen und Klienten Ziele und entsprechende kleine Etappenziele und Arbeitsschritte dazu. Sie ermutigen den neuen Weg einzuschlagen und motiviert an der Veränderung zu arbeiten.

Wir unterstützen unsere Klientinnen und Klienten dabei neue Perspektiven einzunehmen, um sich verändern zu können und sich selbst neue Perspektiven schaffen zu können.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Wenn es keine Veränderung gäbe, wäre alles Leben erstarrt.
Somit ist Veränderung etwas Schönes und Positives und kann Energien aktivieren.
Das Leben besteht aus Veränderungen, die uns reifen lassen. 
«

Rolf Fröscher, Bewährungshelfer
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


05. Mai 2021 - Mobiles Arbeiten

Neue Dienstvereinbarung in Kraft


Zum 01.05.2021 trat eine neue Dienstvereinbarung bei uns in Kraft. Diese regelt den Umgang mit mobilem Arbeiten bei der BGBW.
Der Vorstand und der Gesamtpersonalrat bekennen sich zu dem Vorhaben, mobiles Arbeiten aktiv zu unterstützen und damit die Unternehmenskultur nachhaltig zu verändern.
Verfolgt werden damit unsere Unternehmensziele, unseren Mitarbeitenden einen größeren individuellen Gestaltungsspielraum zu ermöglichen sowie mehr Sicherheit und Flexibilität in Planung von beruflichen und privaten Anforderungen zu geben.
Grundlage für die Dienstvereinbarung ist beidseitiges Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften.


» Wir sind stolz, dass wir durch unsere neue Dienstvereinbarung den Mitarbeitenden der BGBW mehr Flexibilität ermöglichen können. In Zeiten der Pandemie wird unseren Mitarbeitenden viel abverlangt und so haben wir unsere Digitalisierungsstrategie im vergangenen Jahr rasant vorangetrieben.
Unsere Klientinnen und Klienten sollen die bestmögliche Betreuung erhalten. Dies gelingt am besten, wenn die Mitarbeitenden Ihre zur Verfügung stehende Zeit optimal nutzen können, um den Anforderungen besser gerecht werden zu können. «

Volkmar Körner, Vorstand
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


05. Februar 2021 - Ehrenamtliche Bewährungshilfe

Welt-Verbesserin



Unsere haupt- und ehrenamtlichen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer setzen sich täglich dafür ein, dass unsere Welt ein Stück besser und sicherer wird. Täterarbeit ist auch Opferschutz.
Unser Ziel ist es, dass unsere Klientinnen und Klienten sich eine neue Welt und ein neues Leben erarbeiten können und einen neuen Blick auf sich selbst.
Oft kennen sie nur eine Welt der Misserfolge, der Gewalt, der Überforderung.
Ihnen aufzuzeigen, dass es auch anders geht und sie sich eine neue Welt schaffen können und dadurch auch die Welt anderer Menschen positiv verändern können, das treibt uns an.
Gemeinsam kann viel bewegt werden. Eine lebendige Gesellschaft braucht Engagement.

Erfahren Sie hier mehr über das Engagement
in der ehrenamtlichen Bewährungshilfe.


» Sich ehrenamtlichen zu engagieren bedeutet, sich Menschen zu widmen, die Hilfe dringend benötigen und sonst keinerlei weitere Anlaufstellen haben. Gerade deshalb sind Ehrenämter für die Gesellschaft so wichtig.
Ich persönlich habe mich für den Bereich "Resozialisierung" entschieden, da jeder Mensch eine zweite Chance verdient und es mir besonders am Herzen liegt, dass jedem einzelnen die dafür erforderliche Hilfe gegeben wird. Zu sehen, wie die Klienten ihr Leben nach und nach wieder strukturieren, macht mich glücklich. «

Sophia Lampater, ehrenamtliche Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


27. Januar 2021 - Bewährungshilfe

Perspektiven-Wechslerin


Eine Situation kann immer aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Meist haben wir unseren subjektiv geprägten Blick auf Situationen. Die Perspektive zu wechseln kann sehr hilfreich sein, um blinde Flecken zu entdecken und die Sichtweise zu erweitern und zu verändern.
Perspektivwechsel sind auch in der Betreuung wichtig, um Täterinnen und Tätern vor Augen zu führen, was ihre Taten bei ihrem Gegenüber ausgelöst und mit welchen Ängsten und Folgen die Geschädigten nun zu kämpfen haben.

Was bedeutet es zum Beispiel für jemanden bei dem eingebrochen wurde, weiterhin in dieser Wohnung zu leben? Oder welche Auswirkungen haben Diebstähle auf Unternehmen?
Wie ist es für meine Angehörigen mich vor Gericht zu sehen?
In jedem Deliktbereich gibt es Geschädigte und oftmals massive Auswirkungen von Straftaten.

Wir unterstützen unsere Klientinnen und Klienten dabei neue Perspektiven einzunehmen, um sich verändern zu können und sich selbst neue Perspektiven schaffen zu können.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Sich in die Geschädigten hineinversetzen bedeutet Opferempathie entwickeln und sich aktiv mit der Tat auseinanderzusetzen. Häufig sind Täterinnen und Tätern die Ausmaße/Auswirkungen ihrer Taten nicht bewusst und sie sind oftmals erschrocken, zu was sie fähig waren. Dies ermöglicht Reflexion über das eigene Tun, die (Hinter-)Gründe und bereitet die Basis für eine gelingende Resozialisierung und Rückfallvermeidung. «

Lina Iden, Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


26. Januar 2021 - INSIGHTS

Studium und Praktikum bei uns


2019 konnte die BGBW - Dank dem großen Engagement unserer Anleiterinnen und Anleiter und der Organisation in unseren neun Einrichtungen in Baden-Württemberg - 82 Praktikantinnen und Praktikanten ein Praktikum oder eine Hospitation ermöglichen und 22 Personen ein Duales Studium. 
Trotz der Pandemie wurde auch 2020 19 Praktikantinnen und Praktikanten ein Einblick in unsere Arbeit ermöglicht und die DHBW Studierenden sind auf die Zahl von 23 gewachsen.

Einen großen Dank möchten wir allen beteiligten Mitarbeitenden aussprechen, die an der Erstellung unseres Praktikantenkonzepts und den Ausbildungsplänen mitgewirkt haben.


» Menschen gut auszubilden bedeutet für uns Perspektive und ist zudem ein geeignetes Mittel, den drohenden Fachkräftemangel abzuwenden. 
Dafür machen wir uns stark.
Wir sind sehr stolz, dass wir seit Jahren Menschen auf ihrem beruflichen Weg ausbilden und begleiten dürfen. Für eine qualitativ hochwertige Ausbildung unserer DHBW-Studierenden haben wir ein Ausbildungskonzept mit Anleiterinnen und Anleitern erarbeitet. Dieses Konzept sichert die Qualität unserer Ausbildung. «

Ann-Katrin Müller, Zentralbereich Personal und Personalentwicklung
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


21. Januar 2021 - Ehrenamtliche Bewährungshilfe

Mut-Macherin


Eine Straftat zu begehen, das erfordert oft Mut aber ist oft auch einer hilflosen Lage geschuldet. Unsere Klientinnen und Klienten haben bestimmte Muster erlernt oder sich aneignet, um mit Problemen umzugehen.
Diese Muster zu durchbrechen und neue Wege zu gehen, erfordert viel Mut. Oft tauchen auf dem neuen Weg Schwierigkeiten auf und die Hoffnung und Kraft schwindet.
In diesen Situationen ist es sehr wichtig, dass man Menschen an seiner Seite hat, die an einen glauben und die einen motivieren. Die Familie, Partner, Freunde, Arbeitgeber oder eben auch die Bewährungshelferin oder den Bewährungshelfer.

Ulrike ist eine von über 600 Ehrenamtlichen in Baden-Württemberg, die sich bei der BGBW dafür einsetzen, unseren Klientinnen und Klienten Mut zu machen, wenn dieser fehlt.
Diese Investition von Hoffnung und Zeit macht unsere Gesellschaft lebendiger, sicherer und ebnet neue, straffreie Wege.

Erfahren Sie hier mehr über das Engagement
in der ehrenamtlichen Bewährungshilfe.


» Es ist ein gutes Gefühl, die Verantwortung in diesem Ehrenamt zu spüren, dass ich einen Teil dazu beitrage, die Gesellschaft davor zu schützen, dass Straffällige neue Straftaten begehen können. Dies steht und fällt mit der Motivation der Klienten und es dabei sehr wichtig, ihnen Mut zu machen, dass sie ihre „Zweite Chance“ wahrnehmen und aus eigener Kraft straffrei leben. Dafür brauchen sie mutmachende Unterstützer! «

Ulrike Walter, ehrenamtliche Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


19. Januar 2021 - Bewährungshilfe

Handlungsalternativen-Trainerin


Im Rahmen der Betreuung in der Bewährungshilfe geht es immer um den Blick zurück. Was möchte ich nicht mehr? Was ist schief gelaufen und warum?
Aber auch um den Blick nach vorn. Was möchte ich stattdessen?
Was habe ich schon geändert, was hat mir in früheren Situationen schon geholfen und was will ich noch ändern? Wie kann die Veränderung gelingen und wer kann mir dabei helfen, dass ich das neue Verhalten dauerhaft integrieren kann?
All diese Fragen gilt es sich genauer anzuschauen und daraus Handlungsalternativen zu erarbeiten und einen Plan, wie das neue Leben gelingen kann. Nina Heller arbeitet schon viele Jahre in der Straffälligenhilfe und unterstützt die Menschen dabei Handlungsalternativen einzuüben. Seit 2010 bietet sie auch ein Gruppenangebot für Frauen mit Diebstahlproblematik in Stuttgart an.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Was möchte ich nicht mehr? Was stattdessen? 
Wie kann ich das zukünftig umsetzen?
Diese Fragen gehen wir in der „Diebstahlgruppe“ an, das mache ich allerdings auch in der Tataufarbeitung mit all meinen anderen Klientinnen und Klienten. Parallel dazu eingewoben werden auch die Themen wie Stressabbau und Zufriedenheit. «

Nina Heller, Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


14. Januar 2021 - Bewährungshilfe

Verantwortungs-Trainerin


Sich mit dem Thema Verantwortung auseinanderzusetzen, ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg in ein straffreies Leben.
Wir alle tragen Verantwortung. Verantwortung für unser Leben aber auch Verantwortung für unsere Gesellschaft und das Miteinander.
Für unsere Klientinnen und Klienten ist es wichtig, Verantwortung für die Vergangenheit zu übernehmen aber auch für ihre straffreie Zukunft.
Es geht darum, sich den kurzfristigen und langfristigen Folgen einer Handlung bewusst zu werden und Verantwortung für die Straftaten zu übernehmen und ein neues Lebenskonzept zu erarbeiten.
Verantwortung bedeutet auch die Auflagen und Weisungen zu erfüllen, gemeinnützige Arbeit zu leisten oder zum Beispiel Schmerzensgeld zu zahlen, um für die Geschädigten und die Gesellschaft eine „Wiedergutmachung“ zu leisten.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Im Rahmen der Betreuung werden die Folgen der Straftat (emotional, physisch und materiell) ausführlich aufgearbeitet und die Verantwortlichkeit besprochen. Es werden alternative Handlungs- und Verhaltensmuster erarbeitet, für welche die Klientin oder der Klient in Zukunft Verantwortung zeigen und übernehmen möchte.
Mich inspiriert ein Zitat von Dante hierzu sehr:
„Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst." «

Patricia Schäfer, Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


12. Januar 2021 - Ehrenamtliche Bewährungshilfe

Neubeginn-Ermöglicher


Einen Neubeginn ermöglicht zu bekommen, ist eine große Chance. Wir kennen das zum Beispiel am Jahresanfang, neues Jahr, neue Chance, neue Vorsätze. Noch einmal neu anzufangen, das fühlt sich gut an und eröffnet neue Wege und Möglichkeiten. Dennoch ist ein Neubeginn auch mit Kraft und Anstrengung verbunden. Es bedeutet sich neue Ziele zu setzen und an ihnen zu arbeiten und das ist nicht immer leicht. Wer kennt das nicht, ein paar Kilo abnehmen, das Rauchen aufhören… klingt alles einfacher als es ist.

Für unsere Klientinnen und Klienten bedeutet ein Neubeginn die Chance auf ein straffreies Leben. Ein Leben mit neuen Chancen. Aber auch einen Kraftakt. Deshalb benötigen sie oft Unterstützung auf dem neuen Weg.

Unsere hauptamtlichen und ehrenamtlichen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer geben hier Orientierung und setzen sich dafür ein, dass der Neubeginn gelingt. Wir wünschen unseren Klientinnen und Klienten viel Kraft und Erfolg auf dem Weg in ein neues Leben und uns allen eine Gesellschaft in der Resozialisierung gelingt.
So wird unsere Gesellschaft ein Stück sicherer und verhindert neue Opfer.

Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (hauptamtlich und ehrenamtlich) sowie unseren Kooperationspartnern und Unterstützern danken wir für ihren Einsatz und wünschen allen ein gesundes, zufriedenes und glückliches Jahr 2021!

Erfahren Sie hier mehr über das Engagement
in der ehrenamtlichen Bewährungshilfe.


» Resozialisierung ist wichtig, weil dies für unsere Klientinnen und Klienten oft die einzige Möglichkeit ist, sich wieder in die Gesellschaft einzufügen. Oft ist das familiäre Umfeld keine Stütze und sie brauchen jemanden an ihrer Seite. Jeder Mensch hat das Recht, einen Neubeginn zu versuchen und mit der Vergangenheit abschließen zu dürfen. «

Adrian Copitzky, ehrenamtlicher Bewährungshelfer
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


Rückblick 2020

Zeit-Spender

Vorurteils-Abbauerin

Motivations-Trainerin

Zweite-Chance-Geber

Perspektiven-Geber

Opferempathie-Trainerin

Virtueller Karrieretag

Ressourcen-Förderer

Resilienz-Förderin

TATAUFARBEITER

Zurück ins Leben

REFLEXIONS-Trainer

Zweite Chance - aber nicht geschenkt!

Zahl der Unterstellungen sinkt

Zahl der Unterstellungen sinkt

Erfolgreiche Bewährungszeit in 2019

Resozialisierungshelfer auf vier Pfoten

Corona und die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit

Sie haben einen Termin mit Ihrer*m Bewährungshelfer*in?

Aktuelle Information aufgrund COVID-19

Coronavirus in Deutschland und Baden-Württemberg

Wir bedanken uns!

Rückblick 2019

Trauer um Landtagsabgeordneten

Neujahrsgrüße aus der Politik

„Die Balance zwischen Distanz und Nähe“

Ehrenamt-Messe 2019

Tag des Ehrenamts 2019

Tigers Career Day 2019

Täter-Opfer-Ausgleich auf dem Weg

Fußleiste