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08. Oktober 2020 - Bewährungshilfe

Zahl der Unterstellungen sinkt


Im Jahr 2013 lag die Zahl der Bewährungshilfe unterstellten Personen noch bei 21.243 in Baden-Württemberg. Im Jahr 2019 lag die Zahl bei 17.077 Personen.
Entgegen der medialen Wahrnehmung geht die Zahl der Straftäterinnen und Straftäter zurück, dies ermöglicht der BGBW eine intensivere und wirkungsvollere Betreuung der uns unterstellten Personen zu realisieren. Unsere Arbeit ist eine wichtige Säule der Kriminalprävention.
Wir bei der BGBW beraten auf der Grundlage hoher, sich stetig weiterentwickelnder Qualitätsstandards unsere Klientinnen und Klienten in der Bewährungshilfe. Dabei steht die BGBW in engem Dialog mit Gerichten, Staatsanwaltschaften und Kooperationspartnern. Die Vermeidung neuer Opfer und der respektvolle Umgang mit allen Klientinnen und Klienten stehen in der Betreuung an oberster Stelle. Wir bauen darauf, dass jeder eine positive Entwicklung durchlaufen kann und die Chance dazu verdient.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Wir freuen uns, dass über 80 % unserer Klientinnen und Klienten die Chance ergriffen haben und mit unserer Unterstützung ihre Bewährungszeit im Jahr 2019 erfolgreich beenden konnten. «

Volkmar Körner, Vorstand der Bewährungs- und Gerichtshilfe
Baden-Württemberg


02. Oktober 2020 - Bewährungshilfe


Die Unterstellung von Jugendlichen ist eine besondere Aufgabe und unterscheidet sich zum Teil von der Betreuung von erwachsenen Straftätern. Für Jugendliche ab ihrer Strafmündigkeit (14-17 Jahre und Heranwachsende 18-21 Jahre*) wird Jugendstrafrecht (JGG) angewandt. Dahinter steht der Erziehungsgedanke.
Jugendliche müssen ihre Rolle im Leben und in der Gesellschaft finden. Die Persönlichkeit wird in dieser Zeit ausgebildet. Damit tut sich unser Klientel häufig noch schwerer als andere Jugendliche in dem Alter. Sie fühlen sich oft benachteiligt, ausgegrenzt und missverstanden. Das führt u.U. zu deviantem Verhalten über ein jugendtypisches "normales Maß" hinaus und mündet in Straffälligkeit.

Die Arbeit mit Jugendlichen ist sehr dynamisch, es passieren oftmals viele Veränderungen (Job, Schule, Beziehung, Probleme mit Eltern etc.) zeitgleich. Jugendliche sind betreuungsintensiver, auch weil Kooperationsarbeit mit anderen Beteiligten (Schule, Eltern, Jugendhilfe im Strafverfahren, Jugendamt etc.) besonders wichtig ist.
Das soziale Umfeld der Jugendlichen ist besonders wichtig und wird in die Betreuungsarbeit mit einbezogen.

*Hier kann je nach Entwicklungsstand auch Erwachsenenstrafrecht (StGB) angewandt werden.


» Besonders schön an der Arbeit mit Jugendlichen ist die oft sehr ehrliche Art und Weise der Klienten, es geschieht viel über Beziehungsarbeit und man erhält als Bewährungshelfer oft die Autorität ein Ratgeber zu sein, weil sonst Ansprechpartner mit gutem Rat fehlen (in allen Lebenslagen und Fragen). Jugendliche sind oft auch dankbarer für die Arbeit, die man tut. Das gibt mir Antrieb. «

Ellen Sophia Engbrecht, Bewährungshelferin


» Jugendliche haben mit unserer Hilfe die besten Erfolgsaussichten, eine Bewährung erfolgreich zu überstehen und sich in die Gesellschaft zu integrieren. «

Thomas Eisenhofer, Bewährungshelfer


18. September 2020 - Bewährungshilfe

Erfolgreiche Bewährungszeit in 2019


"81,53 % unserer Klientinnen und Klienten durchliefen 2019 ihre Bewährungszeit im Kontext der Straf- und Strafrestaussetzung erfolgeich."

Wir setzen uns für die Resozialisierung ein. Jede erfolgreich durchlaufene Bewährungszeit macht unsere Gesellschaft ein Stück sicherer, verhindert neue Opfer und gibt unseren Klientinnen und Klienten eine neue Perspektive.


09. September 2020

Resozialisierungshelfer auf vier Pfoten

Unsere Bewährungshelferin, Sina Walter, hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit der Anwendung der hundegestützten Therapie und dem Nutzen der positiven Aspekte alleine schon durch die Anwesenheit von Hunden beschäftigt. Nun ist es ihr ein Anliegen, dies auch im Rahmen ihrer Tätigkeit als Bewährungshelferin umzusetzen. Sie berichtet uns von ihrer Liebe zu den Tieren und dem Ziel die hundegestützte Intervention in ihre Arbeit mit Straffälligen zu integrieren:

"Nach meinem Jurastudium habe ich mich für die Arbeit in der Straffälligenhilfe entschieden und aus diesem Grund noch ein Duales Studium bei der BGBW in Konstanz absolviert. Seit meinem Abschluss im Jahr 2019 bin ich in der Einrichtung Reutlingen und seit April 2020 in den Außensprechstunden Rottenburg und Hechingen als Bewährungs- und Gerichtshelferin tätig.

Schon seit meiner Kindheit liebe ich Tiere und bin mit diesen aufgewachsen. Deshalb lag es für mich nahe, für meine Abschlussarbeit die Bereiche Straffälligenhilfe und Arbeit mit Tieren zu kombinieren.
Bei meiner Recherche bin ich auf unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten gestoßen, die bereits umgesetzt werden. Angefangen bei Hühnern in der JVA Ravensburg, über die Ausbildung von Blindenhunden in der JVA Hahnöfersand, bis hin zum Einsatz von Hunden und Pferden in der JVA Adelsheim im Projekt: „Resozialisierungshelfer auf vier Pfoten".
Mein Ziel war es, die Auswirkungen des Einsatzes von Tieren näher zu beleuchten und so entschied ich mich, dank der Unterstützung aus Adelsheim, für eine teilnehmende Beobachtung vor Ort.
Die Arbeit „Resozialisierungshelfer auf vier Pfoten" beschäftigt sich mit den Auswirkungen hundegestützter Interventionen auf die Emotionsregulation bei Insassen der JVA Adelsheim. Durch die Auseinandersetzungen mit den theoretischen Wirkmechanismen, den beobachteten, positiven Effekten aus meiner Arbeit und den weiteren Studien habe ich mich gefragt, warum diese Art der Intervention in der ambulanten Straffälligenhilfe noch keinen Platz gefunden hat.
Meine weitere Recherche brachte mich schließlich zu der freien Straffälligenhilfe und der PräventSozial gGmbH, die schon seit über einem Jahr mit dem Therapiehund „Watson" arbeiten und positiv darüber berichten. Aktuell wird das Projekt weiter ausgebaut. Ich habe mich einem thematischen Arbeitskreis angeschlossen und den Fachtag „Tiergestützte Interventionen im Strafvollzug" besucht, um den Erfahrungsaustausch, gerade in der Straffälligenhilfe und den nahestehenden Bereichen, zu etablieren.
Mein „Herzensprojekt" habe ich dann meiner Einrichtungsleiterin vorgestellt und nun im Rahmen der Agilität (s.u. Erläuterung) ein kleines Projekt ins Leben gerufen und werde mich nun intensiv mit der Umsetzung im Rahmen der Betreuung unserer Klientinnen und Klienten auseinandersetzen.

Mittlerweile habe ich mir auch den bis dato noch unterfüllten Traum eines eigenen Hundes erfüllt. So ist seit Anfang Mai die mittlerweile acht Monate alte Mischlingshündin Pebbles aus Spanien (aus dem Tierschutz) bei mir eingezogen.
Nicht nur ich war von der Idee begeistert, deshalb musste ich nicht lange suchen, um zwei weitere Mitarbeiterinnen als Mitstreiterinnen zu finden. Mit von der Partie ist zum einen Stephanie Ginter mit ihrem fünf Jahre alten Wäller Harri. Ihr Rüde begleitet sie bereits seit einer Weile bei der Arbeit. Bisher noch nicht als „Resozialisierungshelfer“, doch einige positive Aspekte wurden bereits sichtbar, welche durch eine konzeptionelle und zielgerichtete Arbeitsweise noch mehr zu Tage treten sollen.
Evelyn Risow aus der Einrichtungszentrale Reutlingen und ihre vierzehn Wochen alte Berner Sennenhündin Vaiana unterstützen uns ebenfalls. Beide sind noch neu in der Materie und streben, genau wie wir, ab dem fünfzehnten Lebensmonat der Hunde die Begleithundeprüfung an.

Alles in allem sind wir noch in den Kinderschuhen. Ein Hygienekonzept liegt bereits vor. Als nächste Schritte stehen die Konzeptentwicklung und die Evaluation der bisherigen Arbeit auf dem Plan. Weiter werden wir drei im Herbst einen Fachtag gemeinsam mit den Kollegen und Kolleginnen von PräventSozial gGmbH besuchen. Wir freuen uns, dass die BGBW uns unterstützt und wir weiter an unser Vision arbeiten können."

Erläuterung: Bei der Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg wurden agile Methoden implementiert - mit dem Ziel die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch mehr einzubinden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können so ihre Ideen einbringen und Projekte ins Leben rufen.
Sie arbeiten dann gemeinsam mit interessierten Kolleginnen und Kollegen an sogenannten „Sets", um Ihre Projekte zu verwirklichen und unsere Dienstleistung zu verbessern.


18. August 2020​

Corona und die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit


Die Kontakte sind reduziert, der Club ist geschlossen, Zuhause geht es drunter und drüber und das Einkaufen und der Besuch im Fitnessstudio sind nicht mehr so, wie sie einmal waren. Überhaupt ist nichts mehr wie es einmal war. Das ganze Leben hat sich nahezu grundlegend verändert.
Das alles ist schon belastend genug, wenn jedoch dazu auch noch Geldsorgen durch Jobverlust kommen, Wohnungsnot, eine Suchtproblematik oder sich die Einsamkeit durch die Kontaktreduktion breitmacht: Dann ist das für viele Menschen eine große psychische Herausforderung.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat einige Informationen zusammengetragen, um in Zeiten der Pandemie die psychische Gesundheit der Menschen zu unterstützen.
Einige Tipps, um künftig mit belastenden Situationen besser umzugehen erhalten Sie hier

Auch wir als BGBW sind für unsere Klientinnen und Klienten da und stehen ihnen in dieser Zeit unterstützend zur Seite.

Bitte wenden Sie sich bei Bedarf an Ihre Bewährungshelferin oder Ihren Bewährungshelfer in unserem Hause. Kontakt


16. März 2020 - COVID-19-Pandemie

Aktuelle Information aufgrund COVID-19

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen zu COVID-19 hat die BGBW umfangreiche organisatorische und personelle Maßnahmen ergriffen, die in allen Einrichtungen umgesetzt wurden.

Es geht darum, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und hierzu notwendige Sozialkontakte zu reduzieren.

In den Dienststellen der BGBW finden ausschließlich geplante Klientenkontakte (unter bestimmten Hygienevorkehrungen) statt. Wartesituationen der Klienten in den Räumen der BGBW werden vermieden. Alle Besprechungen, Veranstaltungen und sonstige Termine sind bis auf Weiteres abgesagt. Ausgenommen sind nur solche, die zur Fortführung des Dienstbetriebes zwingend notwendig sind.

Für weitere mögliche Fragen stehen wir Ihnen gern jederzeit zur Verfügung.

Wir bitten Sie für diese Maßnahmen um Ihr Verständnis. Bleiben Sie gesund!

Sie haben einen Termin mit Ihrer*m Bewährungshelfer*in?

Coronavirus in Baden-Württemberg

Das neuartige Coronavirus breitet sich weiter im Land aus. Die Situation ändert sich von Tag zu Tag.

Aktuell informiert bleiben Sie unter: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/startseite/

Situation in Deutschland

Ausführliche Informationen zur
Ausbreitung in Deutschland und
weltweit erhalten Sie auf den
Seiten des Robert Koch Instituts:

https://www.rki.de/DE/Content/
InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

24. März 2020

Wir bedanken uns!

In Zeiten der sich rasant ausbreitenden Pandemie liegt der allgemeine Fokus auf den Entwicklungen rund um das Coronavirus. Für unsere Klientinnen und Klienten kommt diese Krise zu oftmals bereits vorliegenden Problemen hinzu. Deshalb ist es uns auch gerade in dieser Zeit wichtig, dennoch für sie da zu sein und erreichbar zu bleiben.

Kontakt

Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Kreativität und Flexibilität um die Funktionalität in unseren Tätigkeitsfeldern zu gewährleisten. Danke auch für die Verantwortlichkeit gegenüber unseren Klientinnen und Klienten!

Bitte bleiben Sie alle gesund!


Rückblick 2019

Trauer um Landtagsabgeordneten

Neujahrsgrüße aus der Politik

„Die Balance zwischen Distanz und Nähe“

Ehrenamt-Messe 2019

Tag des Ehrenamts 2019

Tigers Career Day 2019

Täter-Opfer-Ausgleich auf dem Weg

Rückblick 2018

Erneut Delegation aus Südkorea bei der BGBW

Täter-Opfer-Ausgleich - Offener Brief

Materialien - Leichte Sprache

Bachelorarbeit - Übergang von Freiheit in Haft

Landesweite Ehrenamtsvertretung gegründet

Delegation aus Südkorea bei der BGBW

Tigers Career Day 2018 - Karrieremesse mal anders

Fachkonferenz in Stuttgart

Ehrenamt in der Bewährungshilfe - vielfältig und herausfordernd!

Karrieremesse mal anders - Tigers Career Day

Fachtag der Einrichtung Karlsruhe - "Sucht und neue Drogen"

Rückblick 2017

Pressemitteilung 02/2017

Die BGBW goes Social Media

Ehrenamt in der Bewährungshilfe - Interview

1. Heidelberger Engagement

Führungswechsel bei der BGBW in Rottweil

Pressemitteilung des Ministeriums der Justiz und für Europa vom 04.01.2017

Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg

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