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Täter-Opfer-Ausgleich

Offener Brief


Drei Vertreter von Täter-Opfer-Ausgleichs-Schlichtungsstellen haben auf den Zeitungsartikel mit Kommentar im Mannheimer Morgen vom 28. August zum TOA einen gemeinsamen, offenen Brief verfasst.

 Fazit: Eine gute Berichterstattung braucht eine gute Recherche.
Wir informieren gerne über unsere Arbeit.

Auszug aus dem offenen Brief:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Mediatoren und Vertreter der TOA-Schlichtungsstellen in Mannheim und Heidelberg haben wir uns über den Kommentar „Grenzen ziehen“ vom 28.08.2018 sehr geärgert.

Eine der größten Stärken des TOA sehen wir darin, dass Betroffene von Straftaten eingeladen werden, aktiv und unter Berücksichtigung ihrer individuellen Situation am Verfahren mitzuwirken. Vor Gericht geht es um die Klärung von Schuld und die Bestrafung des Beschuldigten. Das Opfer ist dort Zeuge. Der Täter jedoch steht im Mittelpunkt des Verfahrens.

Unserer Erfahrung nach geht es vielen Geschädigten darum, Antworten auf offene Fragen zu erhalten und sich ein eigenes Bild von dem Beschuldigten und dessen Beweggründen für die Straftat machen zu können. Oftmals ist es für Geschädigte wichtig, nicht länger in der Opferrolle verharren zu müssen, sondern den Beschuldigten direkt und persönlich mit den Konsequenzen seiner Tat konfrontieren zu können. Nicht selten berichten uns Geschädigte im Nachgang einer Mediation, dass ihnen das Gespräch mit dem Beschuldigten geholfen habe, mit der Sache abzuschließen und ein Gefühl der Sicherheit zurückzuerhalten. Und ja, natürlich geht es nicht zuletzt um eine aufrichtige Entschuldigung und um die Wiedergutmachung materieller Schäden, ggfs. auch um Schmerzensgeld.

Ob ein TOA erfolgreich und sinnvoll ist, sollten aus unserer Sicht die Beteiligten selbst entscheiden. Verschiedene Erfahrungen und Erkenntnisse aus der bundesweit standardisierten TOA-Praxis legen nahe, dass gerade  in manchen – sicher nicht allen – Fällen mit Delikten im schwerwiegenden Bereich und mit möglicherweise traumatisierenden Folgen, Vorgehensweisen des TOA für Geschädigte hilfreich und entlastend sein können, um das Erlebte angemessen zu verarbeiten.

Die lapidare Aussage des Autors, Versöhnungsversuche bei schweren Delikten seien nicht sinnvoll, nimmt Geschädigten die Möglichkeit der aktiven Bewältigung des Geschehens.

Wir stimmen zu, dass der TOA in Zukunft Gerichtsurteile sicherlich nicht überflüssig macht. Wir sind aufgrund unserer langjährigen Erfahrung aber  fest davon überzeugt, dass  es viele Strafverfahren gibt, in denen das aktive Einbeziehen der Geschädigten, die persönliche Verantwortungsübernahme für eine Schadenswiedergutmachung durch den Beschuldigten und der gegenseitige kommunikative Aushandlungsprozess – sprich, ein TOA – sinnvoller sein kann als das klassische richterliche Urteil.

Johannes Lenk – Geschäftsführer im Bezirksverein für soziale Rechtspflege Mannheim
Ulrik Seitz – Leiter der Einrichtung Mannheim der Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg
Prof. Dr. Ulla Törnig – Vorsitzende des Dialog e.V. Heidelberg


Materialien

Leichte Sprache


Menschen mit einer Lernschwierigkeit oder Menschen, die nicht so gut lesen können oder nicht so gut Deutsch sprechen sind oft benachteiligt und erhalten oft nicht alle Informationen, die sie für ein selbstbestimmtes Leben benötigen.

Seit dem 01.01.2018 sind Bundesbehörden (lt. BGG §11) verpflichtet mit Menschen mit den oben genannten Einschränkungen in einfacher und verständlicher Sprache zu kommunizieren. Das gilt für Informationen jeglicher Art.

Dieser Anforderung kommen wir als Landesanstalt gerne freiwillig nach: Ab sofort sind unsere Faltblätter zu unseren Tätigkeitsfeldern in Leichter Sprache online verfügbar -  auch auf Englisch und auf Französisch.


Bachelorarbeit zum Thema: „Übergang von Freiheit in Haft- eine empirische Untersuchung zum Unterstützungsbedarf der Klienten der Bewährungshilfe.“

Abstract:
Während der Übergang von Haft in Freiheit Gegenstand einiger Untersuchungen ist und das Übergangsmanagement ausgebaut wird, wird der Übergang von Freiheit in Haft weitestgehend ausgeklammert. Ein Übergang geht mit Veränderungen für das betroffene Individuum einher und ist mit Anpassungsanforderungen verbunden. Beim Übergang von Freiheit in Haft wird das Individuum aus allen konkreten Handlungssystemen ausgeschlossen und in das Gefängnis hyperinkludiert. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Klienten der Bewährungshilfe bei einem Bewährungswiderruf bestmöglich unterstützt werden können, um einen optimalen Übergang von Freiheit in Haft zu gestalten.

Um den Unterstützungsbedarf herauszufinden, wurden problemzentrierte Interviews mit Klienten durchgeführt, welche sich bereits in Haft befanden. Diese wurden dazu befragt, welche Themen sie im Übergang von Freiheit in Haft hatten. Aus diesen Themen wurden Handlungsvorschläge für die Arbeit der Bewährungshilfe abgeleitet und daraus eine Art Leitfaden konzipiert.

Autorin: Kalbacher, Anna-Lena
 
Bachelorarbeit - Einsicht auf Anfrage möglich
Nehmen Sie dazu Kontakt mit dem Zentralbereich Personal und Personalentwicklung auf.




Ehrenamt

Landesweite Ehrenamtsvertretung gegründet


Rund 530
engagierte Bürgerinnen und Bürger engagieren sich bei der Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg (BGBW) für die Belange straffällig gewordener Menschen und unterstützen diese auf ihrem Weg in ein straffreies Leben. Die Ehrenamtlichen sind dabei jeweils an eine der neun im Land verteilten Einrichtungen der BGBW angebunden. Um den Austausch sowohl zwischen den Ehrenamtlichen untereinander und zwischen Geschäftszentrale und Ehrenamt noch weiter auszubauen, wurde jetzt vom Vorstand der BGBW eine landesweite Ehrenamtsvertretung ins Leben gerufen. Das erste Treffen dieser „Landesweiten Kontaktgruppe“ fand am Samstag, den 16.06.2018 in Stuttgart statt. Die beiden Vorstände Volkmar Körner und Christian Ricken sowie die Koordinatorin für das Ehrenamt, Dagmar Brüssau, begrüßten Ehrenamtsvertreter aller neun Einrichtungen der BGBW in der Geschäftszentrale. Das Gremium vereinbarte die Form der Zusammenarbeit und die Ziele der Kontaktgruppe. Künftig sollen jährlich zwei Sitzungen stattfinden, in deren Verlauf vor allem zentrale organisatorische Fragen des Ehrenamtes besprochen werden sollen. Darüber hinaus wurde von allen Beteiligten der Wunsch geäußert, im direkten Austausch gemeinsame kriminalpolitische Standpunkte zu formulieren und entsprechend zu kommunizieren.

Mit der Installierung der landesweiten Kontaktgruppe wurde ein weiterer wichtiger Schritt zum Ausbau des Ehrenamtes bei der Bewährungshilfe in Baden-Württemberg getan. Für die BGBW ist es ein zentrales Anliegen, immer wieder zu betonen, wie wichtig das bürgerschaftliche Engagement für straffällig gewordene Menschen auf dem schwierigen Weg der Resozialisierung ist. Das Ehrenamtsmodell der Bewährungshilfe in Baden-Württemberg ist ein bundesweit einzigartiges Erfolgsmodell, sowohl in Bezug auf die Zahl der Ehrenamtlichen als auch im Hinblick auf die Organisation des Ehrenamtes.

Alle Informationen zum Ehrenamt in der Bewährungshilfe erhalten Sie hier.


Mitarbeiter des südkoreanischen Justizministeriums bei uns zu Gast​

Delegation aus Südkorea bei der BGBW


Am 04. Juni 2018 durfte die Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg besondere Gäste empfangen: Mitarbeiter des südkoreanischen Justizministeriums waren in der Geschäftszentrale in Stuttgart zu Gast.
Sie informierten sich über den Stand der Bewährungs- und Gerichtshilfe sowie über den Täter-Opfer-Ausgleich. Das besondere Interesse der Besucher galt dabei dem „Electronic Monitoring“ also der elektronischen Aufenthaltsüberwachung. Hierzu stand am Nachmittag ein Besuch beim Landeskriminalamt auf dem Programm, wo den Besuchern nähere Informationen zu diesem Thema vermittelt wurden. Die anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BGBW konnten sich im Gegenzug Eindrücke von der Ausgestaltung der ambulanten Dienste der südkoreanischen Justiz sowie der dortigen Arbeit mit Ehrenamtlichen verschaffen.

Zum Mittagessen wählten alle Besucher ein typisch schwäbisches Gericht, nämlich die Mautaschen. Kommentar der Gäste: Köstlich!


Tigers Career Day 2018

Karrieremesse mal anders

Am 17.05.2018 war die Einrichtung Reutlingen beim Tigers Career Day in der Paul-Horn-Arena in Tübingen mit dabei!

Viele StudentInnen nahmen unser Gesprächsangebot wahr und informierten sich im persönlichen Gespräch über unser Berufsfeld - im Besonderen auch über unser Ehrenamt. Viele Skills werden durch das Ehrenamt erworben, die den Einstieg ins spätere Berufsleben sehr erleichtern!

Danke für das große Interesse!


Fachkonferenz in Stuttgart

45. Fachkonferenz der Sozialen Dienste der Justiz und der freien Straffälligenhilfe

Come together bei der BGBW:
Die Sozialen Dienste der Justiz und die freie Straffälligenhilfe diskutieren über aktuelle Themen.
Lesen Sie hier mehr.
  


Veranstaltungen

Ehrenamt in der Bewährungshilfe - vielfältig und herausfordernd!

Donnerstag, 17. Mai 2018 
Beginn: 18.30 Uhr
Ende: 20.00 Uhr
Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg, Bahnhofstraße 29, 78224 Singen
Standort anzeigen

Was genau macht ein Bewährungshelfer und für wen? Wie sieht ein Ehrenamt in der Bewährungshilfe aus und wie kann ich mich engagieren? Antworten auf diese und andere Fragen erhalten Sie bei unserer Infoveranstaltung. Nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf, wir freuen uns auf Sie!

Folgen Sie uns auf Facebook und bleiben Sie immer aktuell über die BGBW und diese Veranstaltung informiert.



Karrieremesse mal anders - Tigers Career Day

Donnerstag, 17. Mai 2018 
Beginn: 11.00 Uhr
Ende: 17.00 Uhr
Paul Horn-Arena Tübingen, Europastraße 50, 72072 Tübingen
Standort anzeigen

In diesem Jahr sind wir beim Tigers career day dabei! Kommt am 17. Mai nach Tübingen und erfahrt mehr über unsere Arbeit in der Bewährungs- und Gerichtshilfe. In einer Talkrunde erörtert zudem unsere Leiterin der Einrichtung Reutlingen wie sich ein Ehrenamt positiv auf den Lebenslauf auswirken kann. Wir freuen uns über viele Besucher an unserem Stand!

Folgen Sie uns auf Facebook und bleiben Sie über uns und diese Veranstaltung immer aktuell informiert.

Weitere Veranstaltungen finden Sie hier.



Fachtag der Einrichtung Karlsruhe

"Sucht und neue Drogen"

Am 8. März fand der Fachtag „Sucht und neue Drogen“ in Bruchsal statt. Dabei ging es um die neuesten Entwicklungen und „Trends“ insbesondere auch bei jüngeren Konsumenten. Während das Rauchen nicht mehr „hip“ sei, so die Drogenbeauftragte der Stadt Karlsruhe, sei Cannabis auf dem Vormarsch. Chrystal Meth trete verstärkt in den östlichen Bundesländern auf. Bei den „Neuen Psychoaktiven Substanzen“ sind die Folgen schwer abschätzbar.

Entscheidend für einen Weg raus aus der Sucht ist neben einer Therapie, mit dem Klienten Alternativen zum Drogenkonsum zu erarbeiten. Die Einbindung in ein soziales Netzwerk ist hierbei entscheidend.

Näheres zum Fachtag finden Sie hier.


Pressemitteilung 02/2017

Tarifabschluss sichert Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit um gutes Personal

Datum: 14.12.2017

Kurzbeschreibung: 
Die Tarifverhandlungen zwischen der Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg (BGBW) und ver.di sind nach der letzten Verhandlungsrunde erfolgreich in einem Tarifabschluss gemündet.
Die Tarifparteien einigten sich auf den Abschluss eines Haustarifvertrages. „Mit dem Tarifergebnis beenden wir einen offenen, tariflosen Zustand“, sagte Vorstand Volkmar Körner. Mit dem Ergebnis können beide Seiten zufrieden sein.

Pressemitteilung als PDF


Aktuelles


Die BGBW goes Social Media

Die BGBW goes Social Media!

Ab sofort ist die BGBW (neben der Plattform XING) auch auf Facebook erreichbar. Hier werden wir stets über Neuigkeiten informieren und sind für Ihre Fragen und Anregungen immer erreichbar. Liken, teilen und posten Sie auf unserer Seite was das Zeug hält.

Wir freuen uns auf rege Beteiligung und den Austausch mit Ihnen!

Besuchen Sie uns doch auch auf Facebook und auch auf Xing!



 
Ehrenamt in der Bewährungshilfe - Interview


"Es sind die kleinen Momente, die mich oftmals besonders berühren."

Karola Hammerschmidt

Karola Hammerschmidt ist Ehrenamtliche Bewährungshelferin in der Einrichtung Stuttgart. Sie hat sich für ein Interview zum Thema Ehrenamt Zeit genommen und damit einen Einblick in Ihre ehrenamtliche Tätigkeit gewährt. Lesen Sie hier das Interview.


1. Heidelberger EngagementMesse

 
Besuchen Sie unseren Stand auf der 1. Heidelberger EngagementMesse und informieren Sie sich über das Ehrenamt in der Bewährungshilfe. Wir freuen uns auf Sie!

Weitere Infos finden Sie hier: > EngagementMesse 

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Führungswechsel bei der Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg in Rottweil


Peter Wack ist neuer Einrichtungsleiter der Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg (BGBW) in Rottweil seit 1. August 2017.
26 Bewährungs- und Gerichtshelfer in Rottweil erhielten zum 1. August einen neuen Einrichtungsleiter. Zuständig ist die Einrichtung Rottweil für Klienten mit Wohnort in den Landkreisen Rottweil, Tuttlingen, Freudenstadt und Schwarzwald-Baar.

Pressemitteilung der BGBW Nr. 01/2017 vom 20.08.2017 als PDF
 

Pressemitteilung des Ministeriums der Justiz und für Europa vom 04.01.2017

Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg


Die Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg (BGBW) nimmt seit 01.01.2017 die Aufgaben der Bewährungs- und Gerichtshilfe sowie des Täter-Opfer-Ausgleichs wahr. Die neu gegründete Landesanstalt hat die Tätigkeitsfelder übernommen, die zuvor von der NEUSTART gemeinnützige GmbH betreut wurden. Die aktuellen Standorte bestehen weiter und die bisherigen Ansprechpartner sind in der Regel erhalten geblieben. Sie erreichen diese weiterhin unter den Ihnen bekannten Telefonnummern.



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