BGBW feiert Internationalen Tag des Ehrenamtes
Unser Vorstand Christian Ricken war als Referent und Podiumsteilnehmer bei der Fachtagung vertreten und erläuterte in seinem
Vortrag “Arbeitsintegration in der Bewährungshilfe: Wer arbeitet – und wer kommt in Arbeit”, dass Arbeitslosigkeit
ein relevanter Faktor beim Thema Rückfallkriminalität sein kann aber nicht zwangsläufig sein muss. Erst im Zusammenwirken
mit anderen Faktoren wie z.B. Gesundheit, Familie oder Einstellungen und Kompetenzen entsteht ein klares Bild der jeweiligen Situation.
Aufgabe der Bewährungshilfe sei es u.a., mittels einer professionellen Diagnostik einen klaren Blick auf die individuelle Situation zu
ermöglichen.
Im Rahmen der anschließenden Podiumsdiskussion brachte er zudem die Haltung der BGBW ein, dass nur ein zielgerichtetes und
koordiniertes Zusammenwirken aller Akteure einen nachhaltigen Erfolg bei der Integration von straffällig gewordenen Menschen sichern
kann.
Im Mittelpunkt der Tagung standen Fragen wie: Welche Voraussetzungen braucht eine gelingende Resozialisierung? Welche Rolle spielen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Bildung, Bewährungshilfe und soziale Unterstützung? Und wie können tragfähige Übergänge von der Haft in Beschäftigung geschaffen werden?
Neben Fachvorträgen und Praxisberichten bot die Veranstaltung Workshops zu Themen wie Arbeitgebergewinnung, Nachsorge und schulische Integration. Praxisprojekte – unter anderem das Arbeitsprojekt „INSAperspektive“ mit vier Standorten in Baden-Württemberg – zeigen konkrete Lösungsansätze für eine erfolgreiche Begleitung auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung unterstreicht unser Engagement für gesellschaftliche Teilhabe und nachhaltige Beschäftigungsperspektiven. Denn Arbeit ist weit mehr als Einkommen – sie schafft Stabilität, Selbstwirksamkeit und eröffnet neue Zukunftschancen.
Vortrag zur Haltung und Rolle der Bewährungshilfe. Referent: Christian Ricken, Vorstand der BGBW für sozialarbeiterische Leistungen