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Praktika und Studienplätze

Sie sind eine Studierende, ein Studierender oder eine Schülerin oder ein Schüler, wollen in die spannende und vielfältige Welt der Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg (BGBW) eintauchen und die Sozialen Dienste der Justiz im Kontext der ambulanten Straffälligenhilfe kennenlernen? Dann bewerben Sie sich initiativ für eines unserer Praktika.

Ihr Einstieg bei uns.

Wir bieten folgende Arten von Praktika an:

  • Anerkennungsjahr
  • Praxissemester
  • freiwilliges Praktikum
  • Fremdpraktikum im Rahmen eines DHBW-Studiums
  • Hospitationen

Auch ein DHBW Studium ist in unseren Häusern möglich. 

Zur Bearbeitung Ihrer Bewerbung würden wir Sie bitten, uns Ihre präferierten Einrichtungen zu nennen, sodass wir nach erster Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen diese an die entsprechenden Ansprechpartner in den Einrichtungen weiterleiten können.

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Organisation. Wir sind gespannt auf Ihre Bewerbung und stehen Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Ihr Zentralbereich Personal und Personalentwicklung


Einblicke vom Arbeitgeber

Ihr Einstieg bei der BGBW

„Schule und dann? Bewerben Sie sich bei der BGBW!"
Worauf kommt es bei der Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch an?

Wir haben die dängendsten Fragen rund um den Einstieg bei der BGBW und die Arbeit in der Bewährungshilfe mit Ann-Katrin Müller aus dem Zentralbereich Personal und Personalentwicklung geklärt.
Lesen Sie selbst:

Hallo Frau Müller,
welche Möglichkeiten für einen Einstieg nach der Schule gibt es bei der BGBW?

Frau Müller:
Wir haben einen bunten Strauß an Möglichkeiten, um die Arbeit mit Straffälligen kennen und lieben zu lernen. Sie können auf unterschiedlichem Weg BGBW Luft schnuppern:

• Hospitation (1-5 Tage)
• freiwilliges Praktikum (bis zu 3 Monaten)
• Pflichtpraktikum im Rahmen des Studiums
• DHBW-Studium (Dauer 3 Jahre)
• Fremdpraktikum im Rahmen des DHBW-Studiums
• Anerkennungsjahr

Sie sehen, wir bieten vielfältige Möglichkeiten für Interessierte und freuen uns über jede Bewerbung.


Wie können sich Interessierte bewerben und wann ist der beste Zeitpunkt für eine Bewerbung?

Frau Müller:
Für folgende Praktika kann man sich jederzeit bewerben:

• Hospitation (1-5 Tage)
• freiwilliges Praktikum (bis zu 3 Monaten)
• Pflichtpraktikum im Rahmen des Studiums
• Fremdpraktikum im Rahmen des DHBW-Studiums
• Anerkennungsjahr

Bei der Bewerbung für ein DHBW-Studium sind wir an Vorgaben der DHBW gebunden.
Der beste Zeitpunkt für eine Bewerbung für ein DHBW-Studium ist Anfang September bis Ende November. Die Anzahl unserer Ausbildungsplätze ist begrenzt, daher sollten Sie nicht zu lange mit Ihrer Bewerbung warten. Die Ausschreibung der Studienplätze finden Sie ca. ab August auf unserer Homepage und in den sozialen Medien.

Nachdem Sie sich beworben haben, schicken wir einen Zwischenbescheid an Sie.
Anfang Januar bis Ende März finden die persönlichen Bewerbungsgespräche statt, sodass wir Sie bereits im Frühjahr an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart als zukünftiger Student*in immatrikulieren können.

Welche Fehler sollten Bewerbende unbedingt vermeiden?

Frau Müller:
• Bevor Sie Ihre Bewerbung abschicken, prüfen Sie nochmal folgende Punkte:
• Ist das richtige Unternehmen angeschrieben?
• Haben Sie alle Rechtschreibfehler korrigiert?
• Beim Bewerbungsgespräch sollten Sie pünktlich sein und angemessene Kleidung tragen.
• Denken Sie immer daran, sich optimal vorzubereiten und über das zukünftige Arbeitsfeld zu informieren.

Auf welche Fragen im Vorstellungsgespräch sollte man sich auf jeden Fall vorbereiten?

Frau Müller:

  • Weshalb möchte ich diesen Studienplatz unbedingt haben?
  • Habe ich mich über das Ausbildungsunternehmen informiert?
  • Was sind meine Stärken und Schwächen?
  • Warum Sind Sie der geeignete Student für uns?

Bringen Sie gerne eigene Fragen mit und nutzen die Möglichkeit, offene Punkte anzusprechen. Seien Sie neugierig und interessiert.

Was ist im Auswahlverfahren wichtiger: Noten oder Praxiserfahrung?

Frau Müller:
Für uns sind die Noten kein Spiegelbild der Persönlichkeit. Wir legen besonderen Wert auf soziales Engagement und freuen uns über erste praktische Erfahrungen (z. B. durch Praktika oder Hospitationen) sowie Eigeninitiative, Flexibilität, Teamgeist und Kommunikationsstärke.

Wie sieht bei der BGBW ein Praktikum aus?

Frau Müller:
Wir begreifen ein Praktikum als unverzichtbaren Bestandteil der Ausbildung, an deren Erfolg die Berufspraxis unmittelbar beteiligt ist. Sie lernen die Arbeit mit Straffälligen kennen und erhalten einen exklusiven Einblick in die berufliche Praxis. Sie sind bei persönlichen Gesprächen mit Klientinnen und Klienten dabei, an Gerichtsverhandlungen, bei Besuchen von Kooperationspartnern und erhalten auch einen Blick hinter die Kulissen unseres Instruments zur sozialen Diagnostik.

Der Transfer von der Theorie in die Praxis sollte alltagsnah erfolgen und wird gemeinsam mit der Praxisanleitung regelmäßig reflektiert. Eine enge Betreuung durch die Praxisanleitung ist für uns ein Grundstein für ein gelungenes Praktikum.

Welche Karriereperspektiven gibt es nach der Ausbildung?

Frau Müller:
Die BGBW stellt im Jahr rund 20 Sozialarbeiter*innen ein. Wir schätzen es sehr, wenn man einschlägige Erfahrung oder erste Berührungspunkte mit unserer Arbeit mitbringt.

Wenn Sie erst einmal bei uns sind, bieten wir Ihnen viele verschiedene Möglichkeiten sich zu entwickeln. Sie können in allen drei Leistungsbereichen (Bewährungshilfe, Gerichtshilfe, Täter-Opfer-Ausgleich) tätig werden, sich in die Arbeit mit Ehrenamtlichen als Teamleitung einbringen, Spezialist auf einem Fachgebiet werden oder an der Qualitätsentwicklung der Sozialen Arbeit in Workshops und Qualitätszirkeln mitwirken.

Für uns sind unsere MitarbeiterInnen die Träger und der Motor für innovative Weiterentwicklung unserer Organisation. Daher schätzen wir bei Ihnen eine hohe Motivation.

Mit welchen Vorurteilen hat Ihr Unternehmen zu kämpfen? Hier gibt es die Möglichkeit sie richtigzustellen.

Frau Müller:
Die Tätigkeit der BGBW ist weitaus weniger bekannt, wie die Tätigkeiten im Jugendamt oder die eines Streetworkers.

Erste Assoziationen mit der BGBW sind die Arbeit mit Straftätern, mit dem Gericht und den Justizvollzugsanstalten. Wir sind weitaus mehr.

In der Bewährungshilfe stehen wir den Klientinnen und Klienten beratend und helfend zur Seite, um sie zu befähigen, ein Leben ohne Straffälligkeit zu führen. Wir kontrollieren richterliche Auflagen und Weisungen sowie Anerbieten und Zusagen unserer Klientinnen und Klienten und zeigen uns hier als verlässlicher Partner der Gerichte und Staatsanwaltschaften. Wir unterstützen die Klientinnen und Klienten bei der Bewältigung ihrer Probleme, berücksichtigen ihre Ziele, nutzen ihre Ressourcen und unterstützen sie dabei, ein straffreies Leben zu führen.

Wir verhindern neue Straftaten und unterstützen die Klientinnen und Klienten dabei, wieder ein Teil der Gesellschaft zu werden. Für uns hat jeder Mensch eine 2. Chance verdient.

Ein weiteres Vorurteil mit dem wir zu kämpfen haben und mit dem wir gerne hier aufräumen möchten. Wir tragen keine Waffen.
Unser Handwerkszeug ist das gesprochene Wort – die Beratung. Unsere Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind Meister der Gesprächsführung und erkennen frühzeitig Signale, um zu deeskalieren, Konflikte aus dem Weg zu räumen und den Blick wieder auf das Wesentliche zu richten. Die Vermeidung neuer Straftaten.

Was verstehen Sie unter dem Begriff Fehlerkultur?

Frau Müller:
Fehler werden gemacht und dürfen gemacht werden. Wir erwarten allerdings, dass aus Fehlern gelernt wird. Basis hierfür ist, dass mit Fehlern offen umgegangen wird und sie nicht unter den Teppich gekehrt werden. Vom Lernen aus Fehlern soll das ganze Team profitieren.

Teilen Sie Ihren Interessenten bitte in drei Sätzen mit, warum sie sich bei Ihnen bewerben sollten.

Frau Müller:

  • Mitarbeitende – Unsere Organisation lebt durch seine Mitarbeitenden. Gegenseitiger Respekt sowie eine offene und ehrliche Kommunikation gehören zu den Grundsätzen unseres Unternehmens.
  • Nutzenstiften– Sie erhalten bei uns die Möglichkeit einen Beitrag zum Opferschutz und Vermeidung neuer Straftaten, sowie die Reintegration von Straffälligen in die Gesellschaft zu leisten.
  • Qualität – Menschen vertrauen uns im Rahmen Ihrer Bewährungszeit. Daher erfüllen wir nicht nur die gesetzlichen Anforderungen, sondern leisten mehr. Dies zeigt sich zum einen in unserem hohen Qualitätsanspruch des sozialarbeiterischen Handelns und in der Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter sich fortwährend

Vielen Dank Ihnen für das Gespräch.

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